Freitag, 4. Januar 2013

teufelskreis

es fängt an mit dem wunsch nach erlösung. mit der suche nach einem ausweg. es beginnt langsam mit einem ersten schnitt. einem kratzer. der schmerz ist voll da, er verdrängt alles anderes. der schmerz steht im vordergrund. doch von zeit zu zeit verändert sich alles. der schmerz verblasst. es wird häufiger. die schnitte werden tiefer. es werden mehr. es genügt nicht, 5 mal zu schneiden, nein. es werden 10. 20. der schmerz lässt nach. die sucht steht nun im vordergrund. das verlangen, neue linien zu ziehen, wörter zu schreiben. zu schneiden. das schneiden wird alltag, es wird normalität. doch irgendwann sieht man ein, wie grässlich all dies ist. versucht, die sucht loszuwerden, frei zu werden, normal. blendet das verlangen aus. doch es kommt wieder. es geht nicht einfach weg, nein. es wird niemald vollständig ausgelöscht sein. beginnst du einmal, kommst du nie wieder raus. nie wieder. aus sucht wird abscheu, aus abscheu wird vermissen, aus vermissen sehnsucht, aus sehnsucht erlösung, aus erlösung sucht.

2 Kommentare:

  1. Ich würde dir am liebsten die Wunden küssen, Süße. Ich kenne das Gefühl. Das Gefühl einfach schneiden zu "müssen", dass einfach kein Ausweg mehr bleibt, außer zu schneiden - und es ist grässlich und total verstörend. Ich habe jetzt seit einem Monat nicht mehr geschnitten und glaub mir, ich werde wahnsinnig. Ich würde am liebsten schreien und mein Bein hört kaum auf zu zucken - ich bin verdammt nervös, wenn ich eine Klinge sehe.

    Bin da, wenn du mich brauchst. ♥
    http://just-a-fat-girl.blogspot.de/
    http://alaskaleftwonderland.blogspot.de/?zx=be138b01684a0e41

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  2. oh, du bist lieb, Süße.
    man will nicht aber irgendwie muss man. das ist wirklich schlimm.
    danke, ich auch für dich.

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