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Ich dachte es wäre vorbei. Ich könnte aufhören.
Doch dann saß ich auf dem Bett und schnitt. Schnitt, schnitt und schnitt.
Brannte mir mit der Klinge immer neue Wörter in die Haut.
Warmes Blut lief über meinen Bauch, über meine Hüfte.
Ich dachte, ich könnte aufhören, daran zu denken.
Im Moment sacke ich zurück, zu damals.
Ich schnitt jeden Tag. Vor der Schule. Nach der Schule. Vor dem Einschlafen. Mit Scheren, Klingen, Messern.
Nur dadurch kann ich mich akzeptieren.
Das Schneiden rechtfertigt mein Fettsein, meine Hässlichkeit, meine Schwäche.
Ein Wenig.
Tag für Tag lege ich mir leere Versprechen auf die Augen, im Glaube, sie würden mir helfen.
Lächle nach rechts, nach links, zeige allen wie gut es mir geht.
Mir wird klar, wie sehr ich meine Eltern hasse.
Mein Vater war nie für mich da.
Danke, Papa.
Danke Welt, Du zeigst mir, wie wenig ich wert bin.
Casper soll mal aufhören, in meinem tagebuch zu schnüffeln.
Küsse,
M. ♥
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